Wer träumt nicht von fliegenden oder selbstständig fahrenden Autos? Es ist zurecht eines der grössten Megathemen der Automobilindustrie und hat bereits einige Fahrzeuge verändert und verbessert! Aber was bedeutet das eigentlich?
Viel Spass beim Informieren!
Definition autonomes Fahren
Vollständig selbstständiges Fahren eines Automobils ohne Fahrer und damit ohne zusätzliche Hilfe und Lenkung.
Wie wird der Weg dorthin genannt?
Der Weg bis zum autonomen Fahren wird automatisiertes Fahren genannt.
Was geschieht genau?
Dabei greifen verschiedene Assistenzfunktionen wie z.B. der Motor, die Bremse, die Lenkung etc. in die Systeme ein und übernehmen Funktionen, die der Mensch normalerweise ausführt.
Was sind die Ziele?
Man will ein geringeres Unfallrisiko erreichen.
Man möchte grössere Kapazität auf den Strassen gewährleisten.
Man versucht weniger Umweltbelastung durch energieeffizientes Fahren zu erreichen.
Es soll für mehr Mobilität gesorgt werden.
Was ist der Zweck?
Man kann viele der Nachteile umgehen, welche der Mensch im Strassenverkehr macht.
Das Fahrerlebnis wird weniger umständlich.
Welche Technik wird benötigt um dies zu erreichen?
Um autonomes Fahren zu ermöglichen, sind eine Vielzahl technischer Herausforderungen zu meistern.
Durch Videokameras: Videokameras liefern reale Bilder der Umgebung, der Strasse, Verkehrszeichen und anderen Verkehrsteilnehmern. Sie helfen die Entfernung zu Objekten richtig einzuschätzen. Autonome Fahrzeuge haben oft fünf Kameras: je eine vorne, hinten, an jeder Seite und auf dem Dach. Ausserdem kommt eine Videokamera zur Überwachung des Fahrers hinzu, denn je nach Autonomielevel darf der Lenker nämlich während der Fahrt beispielsweise nicht schlafen.
Durch Radarsensoren: Sie messen den Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern und Objekten. Sensoren berechnen dabei die unterschiedlichen Entfernungen. Deshalb benötigt ein Auto mehrere davon - an verschiedenen Stellen. Heute sind vor allem schon die piepsenden Ultraschallsensoren als Einparkhilfen bekannt.
Durch Lidar-Sensoren (Light Detection and Ranging): Sie befinden sich auf dem Dach und tasten die vorausliegende Strecke ab. Das optische Messsystem feuert für den Menschen unsichtbare Laserstrahlen, statt Radiowellen, wie beim Radar, ab und berechnet den Weg der von einem Hindernis reflektierten Rückstrahlen. Die hohe Reichweite ist ein wichtiger Vorteil. Anders als Ultraschall "sehen" Lidar-Sensoren bis zu 200 Meter weit - und zwar auch nachts. Lidar-Sensoren ergänzen also Radarsensoren.
Mit einem GPS-System: Durch dieses System wird das Auto genau geortet. Das System weiss immer, wo es sich gerade befindet: auf welcher Strasse und auch auf welcher Spur. Das ist für abbiegende Fahrzeuge entscheidend. Für eine optimale Streckenführung sind ausserdem bis auf zwei Zentimeter genaue Strassenkarten und ein schnelles Navigationssystem notwendig, sowie eine genaue Kenntnis der Umgebung des Fahrzeuges.
Die verschiedenen Systeme müssen allerdings nicht nur einzeln zuverlässig arbeiten, sondern auch gemeinsam. Ähnlich wie beim Flugzeug müssen sich die Systeme von autonomen Fahrzeugen zudem durch einen redundanten Aufbau vor einem Totalausfall schützen, die meisten Versuchsfahrzeuge haben deshalb zwei Kabelsätze integriert. So wird verhindert, dass das System ausfällt, wenn ein Kabel beschädigt ist.