Immer mehr wird auf die Datensicherheit und den Datenschutz der Nutzer geachtet. Persönliche Daten sollen nicht für alle öffentlich zugängig sein, sondern vermehrt privat bleiben. Doch ist es möglich persönliche Daten ganz für sich zu behalten? Und welche Massnahmen gibt es bereits, um dies umzusetzen?
Das Internet verknüpft alle Aspekte der Wirtschaft miteinander. Viele Firmen und Webseiten gehören zur gleichen Grossfirma oder haben zumindest Zugriff auf die Daten der anderen. Nutzerdaten sind etwas so Wertvolles, dass sie sogar verkauft werden. Firmen, die versprechen keine Daten von Nutzern zu beanspruchen, haben also meist trotzdem Anspruch auf diese, da sie die Daten von anderen Firmen gekauft haben.
Dies vergrössert den Einfluss von Firmen in unserem Alltag. Werbungen werden stärker personalisiert und uns an gewissen Orten zu gewissen Zeiten gezeigt, um unsere Aufmerksamkeit zu erhalten. Unsere Datensicherheit wird immer mehr in den Hintergrund gedrängt und unser Vertrauen zu den Firmen ausgenutzt, um Geld zu verdienen.
( althammer-kill.de, Rodney Wiedemann; Berater für Datenschutz und IT-Sicherheit, 17.8.2021)
Crowd sourcing
Damit Algorithmen funktionieren, brauchen sie Daten, um sich weiterzuentwickeln. Die benötigten Daten kommen zum grössten Teil von Nutzern- nur ein kleiner Teil davon von den Entwicklern selbst. Da sich die meisten Algorithmen selbstständig weiterentwickeln (sogenannte Blackbox KI), ist es fast unmöglich, sie zu kontrollieren und Datenschutz zu gewährleisten.
Verschiedene Firmen, wie zum Beispiel Apple, versuchen dieses Problem durch Crowd sourcing zu lösen. Bei diesem Verfahren werden viele verschiedene Daten von Nutzern gesammelt. Die Daten werden jedoch zuerst anonymisiert und gelangen erst dann zu den Algorithmen. Der Vorteil darin liegt, dass die Daten anonymer sind und nicht auf einzelne Personen zurückverfolgt werden können. Jedoch gibt dieses Verfahren nicht vollkommenen Schutz und die einzelnen Daten können trotzdem missbraucht werden.
Die EU-DSGVO ist die europäische Datenschutzverordnung. Sie setzt sich dafür ein, dass Daten von Nutzern nicht missbraucht und diese korrekt verwendet werden. Es ist die Rechtsprechung zwischen KI-Forschung und Sicherheitsmanagement von europäischen Bürgern. Ein gerechtes Mittelmass zu finden, ist aber relativ komplex. Man sollte der Forschung so viele Möglichkeiten geben wie möglich, ohne dabei Menschenrechte zu verletzen. So entstand ein Konzept von Regeln in Europa, die genau dies ermöglichen sollen. Da die Nachfrage nach künstlicher Intelligenz aber stetig steigt, muss die EU auch eine Gesetzesveränderung in Kauf nehmen.
Weltweit gesehen hat Europa sehr genaue und strenge Richtlinien in Bezug auf Datenschutz. Dies führte dazu, dass Europa von den USA und China im Bereich KI schon lange abgehängt wurde. Dies ist aber nicht nur negativ. Immer mehr Länder schliessen sich den Datenschutzrichtlinien von Europa an.