Manche Wissenschaftlicher sind der Meinung, dass man künstlich hergestelltes Leben braucht, um das biologische Leben besser zu verstehen. Das ist das Prinzip Verum quia factum des Philosophen Giambattista Vico. Andere sind da anderer Meinung, so wie zum Beispiel Joachim Schummer, der auch schon ein Buch zu diesem Thema verfasst hat. Er meint, dass es keine genauen Unterschiede zwischen Visionen, Simulationen oder realen Entwicklungen gibt. Er sagt ausserdem, dass künstliches Leben nur aus versetzbaren Teilen bestehe und alle diese Teile durch Gensequenzen beschränkt sind.
Wir, Mitglieder der Gruppe des künstlichen Lebens, denken, dass es in naher Zukunft nicht möglich sein wird, ein menschenähnliches, künstliches Leben zu erschaffen. Wenn es jedoch soweit ist, sollte man nicht nur an die Vorteile denken, sondern auch an die Schattenseiten und die Gefahren, die dies mit sich bringt. Wir können uns gut vorstellen, dass es zunächst künstliche Pflanzen geben wird, die dabei helfen werden die Luft der Erde zu reinigen und den Kohlenstoffdioxidgehalt in der Atmosphäre zu verringern. Wir sind jedoch sehr kritisch, ob es jemals ein von Mensch erschaffenes Lebewesen geben wird, das alle 7 Kennzeichen des Lebens (Bewegung, Stoff- und Energiewechsel, Wachstum, Reizbarkeit, Fortpflanzung, Zellen und Evolution) erfüllen wird. Man weiss allerdings nie, was die Zukunft mit sich bringt.