Geschichte

Die ersten Ideen

Schon im Altertum war es unbestritten, dass alles Leben auf der Erde durch göttliche Hand erschaffen war. Jedoch waren die Menschen damals auch schon sicher, dass sie unter geeigneten Umständen aus nicht lebendiger Materie einfaches Leben herstellen konnten und durften. Sie liessen unter anderem ein Stück Fleisch mehrere Wochen liegen und unter geeigneten Temperaturen und Bedingungen entwanden dann darauf Pilze. Auch wenn dies heutzutage wissenschaftlich nicht mehr als künstliches Leben durchgeht, waren die damaligen Menschen davon überzeugt Leben zu erschaffen.

Mythen

Auch im Mittelalter gab es erste Versuche der Herstellung künstliches Lebens. Es gab auch schon viele Mythologien von Wesen dies aus Gegenständen entstanden sind, wie der Golem, der aus Lehm erschaffen wurde und meist einem grossen, starken Menschen ähnelte. Viele damalige Erfinder und Künstler hatten erste Ideen. Der arabische Ingenieur al-Dschazarì erschuf schon im 12. Jahrhundert einen humanoiden Roboter, den man programmieren konnte. Auch der berühmte Leonardo da Vinci hatte bereits die Vorstellung einer Ritterrüstung, die sich von alleine Bewegen konnte.

Der Mensch als Uhrwerk

Später in der Renaissance verändert sich das Bild der Menschen und Tiere. Sie wurden von René Descartes als Uhrwerke beschrieben. Zu dieser Zeit wurden auch verschiedene Automaten entwickelt, wie der künstliche Flötenspieler vom Genfer Jacques de Vaucanson im Jahre 1738. Zudem wurden, dank der Erfindung des Naturforschers Carl von Linné im 18. Jahrhundert der Klassifikation von Lebewesen, auch Mikroorganismen als Lebewesen erklärt, die man künstlich herstellen konnte.
Im 19. Jahrhundert gab es viele geteilte Meinungen zur spontanen Herstellung von Leben und Mikroorganismen. Ein grossen Einfluss darauf hatte der Roman „ Frankenstein“ von Mary Shelley. Erst dank der Evolutionstheorie Darwins kam man das Erste mal zu Schluss, dass es nicht möglich sei, nicht Lebendiges lebendig zu machen. Dies formulierte der deutsch Biochemiker Julius Eugen Schlossberger mit folgendem Text:

„Die künstliche Darstellung aus rein organischen Stoffen müßte, wenn sie einmal in ausgedehntem Maße gelingen würde, als der größte Triumph des Chemikers gesehen werden; mit der damit ermöglichten Zusammenarbeit (Synthese) der organischen Körper nach wissenschaftlichen Grundsätzen und Gutdünken wäre für den Menschen das wichtigste Mittel geliefert, sich von der ihn umgegebenden lebenden Natur materiell möglichst unabhängig zu machen; es wäre dann für alle Anwendungen der Chemie das außerordentlichste Gebiet erschlossen.“ – Julius Eugen Schlossberger, 1854

Neuentdeckungen

Seit dem 20. Jahrhundert begann man damit Organismen durch organische Chemie zu erschaffen. Es war das Ziel, die Natur zu beherrschen und zu bezwingen. Zu dieser Zeit gab es viele biologische Erfolge. Einer der Grössten davon war wahrscheinlich das Miller-Urey-Experiment von Stanley Miller, dem es gelang das erste Mal Aminosäuren zu synthetisieren. Später gelang Paul Berg die erste Rekombination eines Bakteriums-DNA. Dies war der Beginn der Forschung der Gentechnik. Auch viele Romane wurden verfasst die das Thema in der Welt verbreiteten.
Für die Menschen heute sind Roboter und Softwares etwas ganz alltägliches und es gab bereits erste Versuche Pflanzen künstlich herzustellen. Die Wissenschaft ist sich auch sicher, dass es irgendwann möglich sein wird, Leben im Labor zu erschaffen.