Braille

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Erfindung der Brailleschrift

Louis Braille hat 1825 für blinde Menschen die nach ihm benannte Brailleschrift entwickelt, als er gerade mal 16 Jahre alt war.

Die Erfindung der Brailleschrift verschaffte blinden Menschen erstmals Zugang zu Bildung und Wissen und verbreitete sich schnell weltweit.

Heute werden zahlreiche Werke der klassischen und modernen Literatur, Fachbücher und Zeitschriften in Brailleschrift veröffentlicht.

Braille Alphabet

Funktionweise

Die Brailleschrift ist ein einfaches System, das auf sechs Punkten basiert, angeordnet in drei Reihen und zwei Spalten, wodurch 64 Kombinationen zur Darstellung von Buchstaben, Zahlen und Zeichen entstehen.

Für Computer-Braille verwendet man die 8-Punkte-Notation, weil aus technischen Gründen für jedes Computerzeichen nur ein Braillezeichen verwendet werden darf. So wird bei Grossbuchstaben der Punkt 7 hinzugefügt.

Die Vielseitigkeit und Herausforderungen der Brailleschrift

Das System hatte jedoch drei große Nachteile: Da es auf sonografischen statt alphabetischen Prinzipien beruhte, wurde blinden Menschen die Rechtschreibung nicht vermittelt; es fehlten Zeichen für Interpunktion und Zahlen; und schließlich war sie wegen der Höhe der Zeichen nicht gleichzeitig tastbar.

Es ist wichtig hervorzuheben, dass die 64 Kombinationen der sechs Braille-Punkte nicht nur das gesamte Alphabet abbilden können, sondern auch Buchstaben mit Akzenten, Zahlen, Satzzeichen, Musik (in linearer Form), mathematische Formeln und fremdsprachige Zeichen.

Um die Brailleschrift übersichtlicher zu gestalten und das Lesen sowie Schreiben zu beschleunigen, wurden in verschiedenen Sprachen Kurzschrift- und Stenografiesysteme entwickelt, die auf der Verkürzung von Wörtern basieren.

Quellenverzeichnis: ???