Friedrich Clemens Gerke: Unterschied zwischen den Versionen

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Gerke wurde als Sohn des Leibkochs des Bischofs von Osnabrück geboren. Als der Vater seine Stellung verlor, zog die Familie nach Rehburger Brunnen, einem kleinen Kurort, der von hannoverschen Hofbeamten und Hamburger Kaufleuten frequentiert wurde. Hier lebten die Gerkes in dürftigen Verhältnissen. Clemens und seine Geschwister mussten zum Familienunterhalt beitragen; Clemens half dem Postmeister beim Austragen der Briefe. Dabei hat er wahrscheinlich den Hamburger Privatgelehrten Arnold Schuback kennengelernt, der dem aufgeweckten Jungen versprach, ihm in Hamburg eine Stelle zu besorgen. Inzwischen hatte der Leiter der Dorfschule, der spätere Harburger Superintendent Gottlieb Christian Breiger, seinem Schüler die Möglichkeit verschafft, ein Examen zum Besuch des Lehrerseminars abzulegen. Doch Clemens wollte nicht warten, bis er mit 16 Jahren alt genug zum Eintritt ins Seminar geworden war, sondern reiste nach Hamburg zu seinem Gönner Schuback. Der ließ ihm eine Lakaien-Uniform anmessen und beschäftigte ihn als Hausdiener und Sekretär.
'''Gerke''' wurde als Sohn des Leibkochs des Bischofs von Osnabrück geboren. Als der Vater seine Stellung verlor, zog die Familie nach Rehburger Brunnen, einem kleinen Kurort, der von hannoverschen Hofbeamten und Hamburger Kaufleuten frequentiert wurde. Hier lebten die Gerkes in dürftigen Verhältnissen. Clemens und seine Geschwister mussten zum Familienunterhalt beitragen; Clemens half dem Postmeister beim Austragen der Briefe. Dabei hat er wahrscheinlich den Hamburger Privatgelehrten Arnold Schuback kennengelernt, der dem aufgeweckten Jungen versprach, ihm in Hamburg eine Stelle zu besorgen. Inzwischen hatte der Leiter der Dorfschule, der spätere Harburger Superintendent Gottlieb Christian Breiger, seinem Schüler die Möglichkeit verschafft, ein Examen zum Besuch des Lehrerseminars abzulegen. Doch Clemens wollte nicht warten, bis er mit 16 Jahren alt genug zum Eintritt ins Seminar geworden war, sondern reiste nach Hamburg zu seinem Gönner Schuback. Der ließ ihm eine Lakaien-Uniform anmessen und beschäftigte ihn als Hausdiener und Sekretär.

Aktuelle Version vom 17. Dezember 2024, 12:14 Uhr

Biografie

Gerke wurde als Sohn des Leibkochs des Bischofs von Osnabrück geboren. Als der Vater seine Stellung verlor, zog die Familie nach Rehburger Brunnen, einem kleinen Kurort, der von hannoverschen Hofbeamten und Hamburger Kaufleuten frequentiert wurde. Hier lebten die Gerkes in dürftigen Verhältnissen. Clemens und seine Geschwister mussten zum Familienunterhalt beitragen; Clemens half dem Postmeister beim Austragen der Briefe. Dabei hat er wahrscheinlich den Hamburger Privatgelehrten Arnold Schuback kennengelernt, der dem aufgeweckten Jungen versprach, ihm in Hamburg eine Stelle zu besorgen. Inzwischen hatte der Leiter der Dorfschule, der spätere Harburger Superintendent Gottlieb Christian Breiger, seinem Schüler die Möglichkeit verschafft, ein Examen zum Besuch des Lehrerseminars abzulegen. Doch Clemens wollte nicht warten, bis er mit 16 Jahren alt genug zum Eintritt ins Seminar geworden war, sondern reiste nach Hamburg zu seinem Gönner Schuback. Der ließ ihm eine Lakaien-Uniform anmessen und beschäftigte ihn als Hausdiener und Sekretär.